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Sonntägliches Trailen
Trotz widriger Umstände (es hat fast die ganze Zeit durchgeregnet), hat das heutige Training wieder viel Spaß gemacht… vor allem weil alle Hunde ganz tolle Fortschritte gemacht haben!
Am allerniedlichsten ist aber definitiv Ben, das kleine Kamel… die Geräusche, die er am Start macht, sind zum Schießen!
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Kaufrausch
Da ich von Vegas Girlie-Halsband so begeistert war und Diana von Joeys Hundewerke gerade ein paar seeeehr verlockende Angebote hatte, habe ich zugeschlagen:
Für Vega ein edles bordeauxrot-goldenes Lederset (Leine mit Halsband) , für Simba ein maßangefertige braunes Fleecehalsband mit total niedlichen hellblauen Hundeköpfen und -pfötchen und für Mortisha ein wunderschönes Leder-Zugstopp-Halsband in China-Optik.
Zumindest Mortisha habe ich schon im neuen Look fotografiert:
In flagranti
Ich hatte mich in letzter Zeit mehrfach gewundert, warum sich die eine Futtertonne schneller zu leeren schien als sonst… mir aber keine weiteren Gedanken gemacht. Ich Trottel!
Auch heute fiel mir nach dem Füttern nichts weiter auf. Näpfe hingestellt und das war’s. Schließlich muss ich – mangels futterneidischer Hunde – nicht aufpassen, ob sich die Chaoten in die Wolle kriegen.
Irgendwann jedoch fiel mir auf, dass einer fehlte. Dass sich Simba tagsüber alleine ins Bett verzieht, ist noch nie passiert… die Mädels lagen aber bei mir im Wohnzimmer. Also ging ich langsam durch die Wohnung und schaute mich suchend um… und wen entdeckte ich im Futtertonnen-Flur? Simba!
Der kleine Drecksack hatte doch allen Ernstes den Klemmdeckel der kleineren Tonne an einer Stelle angehoben, seine Schnute druntergesteckt, den Deckel weiter abgehoben, den Kopf komplett reingesteckt und mampfte nun in aller Seelenruhe des TroFu weg!
Ich weiss, es ist gemein: aber ich schlich mich leise an ihn ran, gab ihm einen Klaps auf den Hintern und donnerte zeitgleich „Spinnst du eigentlich?“
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Der arme Kerl hat mir schon ein bissel leid getan, weil er sich soooooooo erschrocken hat! Aber ich könnte wetten, dass er nach DIESEM Schreckmoment nie wieder Futter aus den Tonnen klauen wird.
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Platzproblem
Simba & Amber
Simba hat ja bislang mit „schnorchelnden“ Hunden recht wenig Erfahrungen sammeln können. Von daher war ich gespannt, wie er auf die entzückende kleine Französin Amber reagieren würde…. war aber recht optimistisch, da sie ein junges, freundliches und noch arg verspieltes Mädel ist.
Tatsächlich wollte die Kleine am liebsten sofort auf meinenDicken zustürmen und ihm „Hallo“ sagen… doch der war anfangs ob der Geräuschkulisse arg verunsichert, hatte eine Riesenbürste und brummelte sie an.
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Also blieben die beiden erst mal an der Leine und gingen brav nebeneinander her.
Als Simba entspannte, wurde Amber kurz darauf abgeleint und durfte um ihn rumwuseln, ohne dass wieder Spannung aufgekommen wäre. Und so wurde auch Simba nach gut 500 m abgeleint.
Anfangs trabten die zwei nur nebeneinander her und schnufelten gemeinsam an interessanten Stellen, doch als Amber eine zaghafte Spielaufforderung zeigte, stieg das Simbelchen direkt darauf ein…und schon ging die Post ging ab!
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So wild und laut das auch manchmal aussah, Simba ließ sich immer abrufen, sobald ich das Gefühl hatte, er könnte sich „vergessen“ und im Spiel zu grob worden. Aber auch Amber kam mit seiner Art super zurecht, ließ sich überhaupt nicht beeindrucken, scheuchte ihn mit blitzenden Augen vor sich her und wurde kein einziges Mal zu heftig touchiert oder überrollt.
Das war wirklich superschön anzusehen!
Leider habe ich an diesem Tag totalen Unfug mit meinen Kameraeinstellungen gemacht, von daher gibt es hier nur einen kleinen Schnappschuss:
Kontaktfreudig
Auf dem Weg zu einem inoffiziellen Parkplatz, von dem aus man mit den Hunden gut laufen kann, war ich an einen Mann mit einer Französischen Bulldogge vorbeigefahren, die auch noch in Sichtweite war, als ich mein Trio aus dem Auto packte.
Da beide gut 100 m (wenn nicht noch mehr) entfernt waren, dachte ich mir nichts weiter dabei, leinte meine drei gleich ab, wanderte los und bog direkt vom asphaltierten Wanderweg auf einen Trampelpfad an einem Feld entlang ab. Simba wie immer gleich vorneweg, die Mädels trabten deutlich langsamer los und mussten erst mal ausgiebig interessante Schnüffelstellen erkunden, so dass sie schon nach wenigen Metern hinter mir waren.
Als ich mich nun nach ihnen umdrehte, um sie ein bissel „anzutreiben“, sah ich zufälligerweise einen kleinen schwarz-weißen Kugelblitz quer über das angrenzende Feld auf uns zuschießen: der Franzose!
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Ich hatte gerade noch Zeit, Simba ein „Stop!“ zuzurufen, zu ihm hinzulaufen und ihn anzuleinen, als der Frenchie auch schon bei den Mädels anlangte und eine Vollbremsung hinlegte.
Mir wurde heiss und kalt: würde sich der Kleine nun von Mortisha und Vega eine Tracht Prügel einhandeln? *schluck*
Leider ist ja Mortisha ein kleiner Stinkstiefel, der die Großen gerne mal zum Mobben verleitet…. deshalb durfte ich mich nun keinesfalls mit Simba nähern. Mir blieb nichts anderes übrig, als von weitem in einem so ruhigen Tonfall wie möglich zu rufen:“Es ist ok. So ist brav.“ Und dann zu versuchen, Vega aus der „Schusslinie“ abzurufen.
Glücklicherweise bemerkte der Bully die Anspannung und muckte sich nicht, als Vega langsam wegschritt…. und da sich nun auch der andere Hundehalter im Laufschritt näherte, wurde es Morty ein bissel unheimlich und sie legte verunsichert den Rückwärtsgang ein.
Obwohl die gesamte Situation sicher nicht lange gedauert hat, schien es mir ewig zu dauern, bis der Mann da war, seinen Hund eingesammelt und sich atemlos entschuldigt hatte.
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Wie sich rausstellte, war das kleine Ding eine 1,5 Jahre alte Hündin, die erst vor kurzem ihre Kumpeline verloren hatte, sehr unter diesem Verlust litt und nun überall Anschluss suchte. Allerdings hätte ihr Herrchen nicht gedacht, dass sie sich im Lauschritt SO weit entfernen würde! Ihm war klar, dass das böse ins Auge hätte gehen können…. und sah die „Schuld“ ganz klar bei sich.
Da aber nichts passiert war, konnte auch ich schnell wieder entspannen, wir unterhielten uns noch nett…und verabredeten uns gleich für den nächsten Tag, damit die Kleine Simbas Bekanntschaft machen kann, der von meinen Dreien noch am ehesten zum Spielen aufgelegt ist.
Bin gespannt, wie das morgen laufen wird!
Ich lese gerade….
Vega & die Kölner Bande
Sonntägliches Trailen
Im Laufe des Training wurde es zunehmend stürmischer und nasser. Trotzdem habe ich Vega auf einen verlängerten Anfängertrail (dessen Ende ich nicht kannte) laufen lassen…um zu gucken, wie sie sich schlägt.
Fazit: Gerne hätte Madame es sich einfach gemacht und abgebrochen…aber mit ein bisschen stimmlicher Motivation ist so gutgelaunt weitergehopst. Sprich: ich hatte nicht den Eindruck, sie damit zu „quälen“.
Den dritten Scentpool (mit Schwenk über einen Parkplatz) hat sie übrigens komplett ausgelassen, was mich nicht wirklich wundert…die Geruchspartikel dürften da nur noch wie wild rumgewirbelt sein!
Am Ton, dem Laub auf der Straße und an meinem zerzausten Aussehen könnt ihr euch eine Vorstellung davon machen, WIE windig es war!
Traillänge: ca. 230 m, 5 Abzweigungen, Schwierigkeit: Sturmböen zwischen Hochhäusern und freien Flächen -> http://www.gmap-pedometer.com/?r=6125447
Vega (10,5 Jahre) trailt unter widrigen Umständen:




