Das Blatt klebte bestimmt schon eine Viertelstunde an seiner Lefze…. Bali ist manchmal echt ein kleiner Doofie, aber er ist so niedlich dabei! ![]()

Das Blatt klebte bestimmt schon eine Viertelstunde an seiner Lefze…. Bali ist manchmal echt ein kleiner Doofie, aber er ist so niedlich dabei! ![]()

Eine Woche unter Schmerzmitteln und trotzdem jault Emilia immer noch jeden Tag mindestens einmal laut auf.
Ich renne mit den Hunden nicht wegen jedem Pieps zum Tierarzt, aber DAS gefällt mir gar nicht. Also ab zum Profi, in der Hoffnung, dass der (bzw. die) es rausfindet.
Das Problem: Emilia geht wahnsinnig gerne zum Vet, fiept und winselt im Wartezimmer vor lauter freudiger Erregung und kommt aus dem wilden Knubbelwackeln nicht raus. Sobald wir aufgerufen werden (ihrer Meinung nach immer VIEL zu spät!), zieht sie an und hat es sehr eilig, ins Behandlungszimmer zu kommen.
Heute also dasselbe Spiel wie immer. Sie ist auch sofort unaufgefordert auf den runtergefahrenen Behandlungstisch gehüpft und wollte von dort aus auf den Schoß der Tierärztin kraxeln.
Während ich also lang und breit erzählte, was wir beobachtet haben, stand Emilia mit den Hinterpfoten auf dem Tisch und mit den Vorderpfoten auf den Oberschenkeln der Vet, die auf einem Drehhocker saß. Ähm… nicht gerade Bewegungsabläufe, die ein Hund zeigt, der akute starke Schmerzen hat. Hmmm. ![]()
Da uns unsere Tierärztinnen aber lange und gut genug kennen, um unsere Beobachtungen ernst zu nehmen, hat sie Emilia gründlichst untersucht, und zwar von vorne bis hinten. Sie hat wirklich alles durchbewegt… starke Beugung und Streckung, Dreh- und Schwenkbewegungen, hat sich auch den Kiefer angeschaut. Nichts. Man konnte Emmi wieder eine Schmerzäußerung entlocken noch irgendein anderes, noch so kleines Anzeichen entdecken, dass ihr irgendeine Bewegung oder Berührung unangenehm ist.
Was nun?
Da das Ganze so klingt, als ob ihr zwischendurch einfach ein heftiger Schmerz reinschießt, könnte es sich auch um ein neurologisches bzw. neuropathisches Geschehen handeln. Also haben wir nun beschlossen, dass sie eine Woche lang Gabapentin bekommt, das auch Matilda bereits (dauerhaft) erhält. Eigentlich ist das Medikament ein Antiepilepikum, doch hemmt es die Reizweiterleitung im Nervensystem und somit auch neuropathische Schmerzen.
Sollte es was bringen, wissen wir zwar immer noch nicht, was die Ursache ist, hoffen dann aber, dass es sich damit erledigt hat. Sollte es nichts bringen, müssen wir weiterforschen.
Zusätzlich sollen wir einen Termin bei der Physiotherapeutin unseres Vertrauens machen: die hat ein so gutes Verständnis für den Hundekörper, dass sie es hoffentlich rausfindet.
Gesagt, getan: Zuhause sofort Andrea angerufen, doch die war nicht da. Also fix eine WhatsApp geschickt und glücklicherweise recht schnell eine Antwort erhalten. Andrea ist zwar gerade im Urlaub und kommt erst am Sonntag wieder heim, doch war sie so lieb, ihren Terminkalender zu checken, und wir dürfen notfallmäßig direkt am Montagmorgen zu ihr kommen.
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… genug Sofakissen haben. Schließlich müssen die Wauzis es immer schön weich und bequem haben. ![]()
Matilda geht es übrigens wieder gut, auch wenn sie noch ein bissel müde und ausgelaugt wirkt.

Da EIN kranker Hund offenbar nicht reicht, macht uns nun auch Emilia seit ein paar Tagen Sorgen: sie jault immer mal wieder auf…. in den unterschiedlichsten Situationen, bei unterschiedlichen Bewegungen oder Berührungen… und wir finden einfach nicht raus, WAS ihr weh tut!
Emilia lahmt nicht, entlastet nicht, hält nirgendwo dagegen, wenn wir Gelenke durchbewegen, und gibt keinen Mucks von sich, wenn wir drücken und stochern.
Vorsichtshalber gebe ich ihr seit Montag bereits voll ausdosiert ein Schmerzmittel (Previcox), das an sich gut und schnell wirkt. Bislang ohne deutliche Besserung.
Sollte das so bleiben, werde ich nächste Woche einen Termin bei unserer Tierärztin machen.
Matilda hat es mal wieder erwischt: seit der Nacht auf Montag tigert sie gefühlt stundenlang durch den Garten und hat Magen-Darm. Glücklicherweise hat sie sich nur 2x übergeben, seitdem versucht sie „nur“ zwischendurch, sich auch den letzten Tropfen rauszupressen, incl. Pupsen, kläglichem Heulen und Blut am Pöppes. Ein Häufchen Elend, zumal ihr das Hinhocken auf total kaputten und knirschenden Sprunggelenken und Knien eh schon schwerfällt. ![]()
Glücklicherweise trinkt sie genug und frisst weiterhin mit Appetit ihre Schonkost. Trotzdem konnten wir uns das natürlich nicht allzu lange tatenlos angucken und sind daher vorsichtshalber mal zur Tierärztin gefahren, die – wie befürchtet – eine blutige Darmentzündung diagnostiziert hat. Bei einem fitten Hund an sich nichts Dramatisches, aber Matilda ist nun einmal multimorbid und da darf man nicht zu lange abwarten, weil es sie sonst komplett umhauen könnte.
Nun gab es ein zusätzliches Schmerzmittel + einen Krampflöser, damit sich Magen und Darm beruhigen. Dazu noch leckere Kautabletten, die die Darmschleimhaut beruhigen und Giftstoffe sowie Wasser binden, sowie ein Medikament, das einen Schutzfilm über die geschädigte Schleimhaut legt und so die Heilung fördert. Einziges Problem: diese Tabletten können die Aufnahme anderer Medikamente behindern und sollten daher in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden gegeben werden…. was nicht gerade einfach ist, wenn über den Tag verteilt bereits einige Medikamente gegeben werden müssen, bei denen man bestimmte Abstände unbedingt einhalten muss. *hüstel*
Nach längerem gemeinsamen Überlegen haben wir einen akzeptablen neuen Medikamentenplan erstellt und nun wird es der kleinen Maus, die im Wartezimmer doch recht matt wirkte, bestimmt schnell besser gehen!
Dank einiger Überstunden durfte ich mir über Karneval ein paar Tage frei nehmen. Da ich definitiv kein Jeck bin, habe ich diese Freizeit lieber für einen Besuch bei einem meiner ehemaligen Schützlinge genutzt!
Gustav ist ein riesiger Bulldoggen-Mix (im Alter von knapp 1 ½ Jahren bringt er knapp 55 kg auf die Waage) und ein absoluter Traum: grundgut, in sich ruhend, dabei aber trotzdem immer noch verspielt, aktiv und komplett verträglich. ![]()
Das „Kerlchen“ hat das absolute Traumzuhause gefunden bei einem supernetten, molosser-erfahrenen Paar, das alle seine Tiere (Hunde, Katzen und Pferde) aus dem Tierschutz hat und sich ein wunderschönes Zuhause in einem altem Bauernhof geschaffen hat.
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Bei all dem Stress, Frust und Ärger, den der Tierschutz leider immer wieder mit sich bringt, ist es schön und aufbauend, mit den Adoptanten teils noch jahrelang im (losen) Kontakt zu bleiben und gelegentlich zu telefonieren / zu schreiben sowie Fotos und Videos zu erhalten, auf denen man sieht, wie gut es der Wauz getroffen hat. Besuche sind eher selten möglich, weil wir ja bundesweit vermitteln und die wenigsten Übernehmer in halbwegs erreichbarer Nähe leben.
Besuche wie dieser sind dementsprechend eine Wohltat für die Seele und ich habe es unglaublich genossen, nicht nur Gustav und seine tierischen Kumpels endlich persönlich kennenzulernen, sondern auch seine neuen Menschen. Das war (trotz der stundenlangen Fahrerei) ein rundum toller Tag, der mir wieder mal gezeigt hat, wofür ich das seit vielen Jahren mache. ![]()

Das absolute Dreamteam:

Ein schnelles Handyfoto zwischendurch….. nur schade, dass die Quali so schlecht ist.
Ich finde es trotzdem schön, weil endlich mal alle Vier auf EINEM Foto halbwegs vernünftig aus der Wäsche gucken. ![]()
Die Hoffnung auf ein Nachlassen des Regens heute morgen wurde schon nach knapp 200 m zerschlagen… es plästerte ohne Unterlass. ![]()
Die Hunde trotteten unmotiviert bis extrem unglücklich mit angelegten Ohren vor sich hin, schüttelten sich immer wieder und schauten mich vorwurfsvoll an. Als der Hundewagen dann so durchweicht war und es so heftig durchtropfte, dass sich mitten auf der Decke eine Pfütze bildete, gab ich – nicht minder nass als die Hunde – auf und rief zum geordneten Rückzug auf.
Zu allem Überfluss ertönten just in diesem Moment Schüsse. Wie schon gestern waren in der Gegend offenbar Jäger unterwegs…und so geriet Emilia mal wieder sofort in Panik und rannte los. In Richtung Landstraße.
Glücklicherweise blieb sie nach ein paar Metern auf Zuruf stehen, so dass ich hinrennen und sie anleinen konnte.
Miserabler Spaziergang abgebrochen. Kapitulation auf ganzer Linie!
Balisto findet starken Regen übrigens besonders schlimm und kniept dann sogar die Augen zu:

Da wir heute Nachmittag zu einem sehr langen Spaziergang verabredet waren, durfte die morgendliche Runde ruhig etwas kürzer ausfallen und so habe ich mir die drei Großen geschnappt, um nur mal bei uns im Wohnviertel spazierenzugehen.
Matilda hatte übrigens überhaupt keine Lust, das Haus zu verlassen…und diese Auszeit sollen wir ihr auch laut Vet zwischendurch gönnen. Sie darf zwar nicht einrosten, aber wenn es ihr nicht gut geht, soll sie ruhig mal zuhause bleiben.
Also sind in aller Gemütlichkeit losgestiefelt, um zwei Straßen weiter festzustellen, dass dort überall Baustellen abgesperrt waren und Baufahrzeuge standen. Was für Sofia sofort Stress bedeutet. Aber so ein bisschen Stress muss sie auch mal aushalten… also ging es brav weiter. Dachte ich.
An einer Stelle war der Bürgersteig offenbar aufgerissen worden und mit einer stabilen Holzkonstruktion mit Metallgeländer links und rechts versehen worden. Balisto und Emilia sind locker drübergelaufen, ich hinterher… kam dann aber abrupt zum Stehen, weil Sofia hinter mir eine Vollbremsung hingelegt hatte!
Ich ließ sofort die Leinen der anderen Hunde fallen, wandte mich um, sprach Sofia aufmunternd mir ihrem Namen an und versuchte sie, hinter uns her zu locken. NOPE! Sie wollte nicht, zitterte am ganzen Körper und legte den Rückwärtsgang ein.
Und dann passierte etwas, womit ich im Leben nicht gerechnet hatte!
Ein älterer (osteuropäischer) Bauarbeiter überquerte die Straße, ging ein paar Meter vor Sofia in die Hocke, streckte die Arme nach ihr aus und sagte sanft: „Ach, Sofia…. keine Angst… komm‘ mal her!“
Und was macht Sofia, die fremde Männer oft eher unheimlich findet? Stutzt kurz, schaut ihn an…und läuft ihm dann direkt in die Arme! ![]()
Als Bali und Emmi das gesehen haben, sind sie natürlich auch sofort hin und so umarmte der Mann nun überglücklich DREI Hunde. Sofias Angst war zwar immer noch nicht ganz weg, aber dank des emotionalen Supports eines Wildfremden hat sie sich daraufhin zumindest getraut, über die Straße um dieses gruselige Teil drumrum zu laufen.
Ist das klasse, oder was? ![]()
Ich habe die letzten Tage sehr genossen… eine auch die Seele wärmende Sonne in einem strahlend blauen Himmel macht soooo viel aus! Da genießt man die Spaziergänge mit den Wauzis endlich mal wieder.
Aber heute war dann wieder alles beim Alten: Matsch und Modder. *seufz*
Das Laufen auf rutschigen Feldwegen ist nicht nur für die kleine Matilda beschwerlich, sondern auch für mich. Schließlich muss ich den großen Hundewagen vor mich herschieben und darauf achten, dass wir nicht in irgendwelchen Modderpfützen steckenbleiben. ![]()
Über den Zustand eben dieses Hundewagens braucht man eigentlich nichts zu sagen. Außer vielleicht, dass wir sehnlichst auf mehrere schöne, sonnige Tage hintereinander hoffen, um das Teil mal gründlich im Garten kärchern und dann draußen trocknen zu können.
Außerdem bin ich es langsam satt, nach jedem Spaziergang die hellen Stufen zum Haus zu fegen und/oder zu wischen. Ein Blick auf Sofias Pfoten (kurz nachdem wir gestartet waren) reicht aus, um sich vorzustellen, wieviel Dreck wir jeden Tag ins Haus schleppen. Da komme ich mit dem Putzen kaum noch hinterher!
