Ein Quad für den Hund

Wie der Zufall es wollte, hat sich vor einer Weile wieder der Kontakt zu einer von Matildas „Tanten“ ergeben, die damals einen ihrer Brüder adoptiert hatte. Aton ist, wie fast alle der Wurfgeschwister, recht verhaltensoriginell, orthopädisch kaputt und krank. Bei ihm wurde nun auch Morbus Cushing diagnostiziert und so tauschen wir uns gerade eh wieder aus.

Heike ist Hundephysiotherapeutin und hatte für eine ihrer Sternenhunde (eine kräftige Französin) einen Rolli als Quad umgebaut und bot uns netterweise an, mal zu gucken, ob er Mati eventuell passen und ihr Spaziergänge erleichtern könnte. 

Als ich ihr vorab die Maße unserer Kleinen durchgeben hatte, kamen Heike aber recht schnell Zweifel, ob ihr Rolli nicht zu groß sei…und so kontaktierte sie eine ihrer Kolleginnen, von der sie wusste, dass sie Rollis in der Größe S hat, die zum Quad umgebaut werden können und die sie auch vermietet.

Ein Termin war recht schnell gemacht und so trafen wir uns heute bei der Flying Penny Hundephysiotherapie  in Jülich… was auch für Heike eine gute Stunde Fahrt bedeutete! Sie hatte vorsichtshalber ihren eigenen Rolli mitgebracht, doch wir mussten ihn nur kurz neben Mati stellen, um zu sehen, dass er tatsächlich viel zu groß war. 

Glücklicherweise hat ihre Kollegin Meike die kleinere Version dieses Rollis vorrätig und kann als  Rehafachberaterin für orthopädische Tierhilfsmittel die Rollis von Rollin’Dogs mit viel Ruhe und Geduld korrekt anpassen.

Da Matildas Vorderläufe ihr leider ebenfalls Probleme bereiten, war im Grunde schon klar, dass ein normaler Rolli nicht in Frage kommt. Ein kurzer Test hat das auch sofort bestätigt: die Maus tat sich sehr schwer, das Teil zu bewegen. 

Der Quad-Umbau dauerte zwar ein Weilchen, doch der Testlauf lief deutlich besser, wenn auch nicht perfekt: da Matis Vorderläufe schief und krumm sind, könnte sie sich in Kurven im Extremfall vorne selbst über die Pfoten fahren. Hier hilft nur Übung. 

Nächstes Problem: die Vorderräder sind relativ schwer und sehr klein… und somit nicht offroad-tauglich und für unsere normalen Spaziergänge ungeeignet. Es gibt zwar auch einen Offroad-Umbau, doch den müssten wir bestellen (und kaufen). Ob sich das aber „lohnt“, ist die große Frage.  

Wir haben uns trotzdem entschlossen, das Quad zu mieten, einfach um auf relativ ebenen Wegen das konzentrierte Bewegen aller vier Beinchen zu trainieren. Trotz ihres skeptischen Blicks ist Mati nämlich bereitwillig in dem Quad rumgewackelt und hat das wirklich gut gemacht!

  

An dieser Stelle noch mal einen ganz herzlichen Dank an Heike, die nicht nur sofort ihre Hilfe angeboten und letztendlich auch den Termin bei ihrer Kollegin gemacht hat, sondern die auch eine lange Fahrt auf sich genommen hat, um uns zu unterstützen und sich einen persönlichen Eindruck von Matis Gangbild zu machen. Du bist ein Schatz!

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