Das wird ja immer besser….

Bevor ich mit den Hunden das Haus verlasse, schaue ich immer durch die verglaste Haustür, ob die „Luft rein“ ist. Fremde Leute, Hunde oder sogar Katzen auf unserer Einfahrt oder auch nur direkt auf der Straße vor dem Haus würden ansonsten lautstark angemacht….und schlimmstenfalls gescheucht werden.

Trotz dieser „Vorsichtsmaßnahme“ werden die beiden Kleinen zusätzlich angeleint, nur Vega darf so raus… und genau das hätte heute schief gehen können, wenn mich mein Mädel nicht schon wieder positiv überrascht hätte: ich hatte nämlich nicht gesehen, dass Moritz (der Nachbarskater) im Vorgarten zu unserer Linken saß…nur ein paar Meter hinter unserem Auto, auf das ich gerade gutgelaunt zustiefelte, um die Hunde reinzusetzen!

Alle drei Hunde sahen ihn im selben Augenblick und blieben wie erstarrt, aber ohne einen Ton von sich zu geben, stehen…. statt wie sonst „loszubrüllen“.

Nachdem ich meine Schrecksekunde überwunden hatte, trällerte ich begeistert los und schaffte es damit tatsächlich, dass das Trio seinen Blick von Moritz ab- und mir zuwandte. Hapuuuuh!

Nun noch schnell die Hunde ins Auto verfrachtet… und dann konnte ich endlich erleichtert aufatmen.
zwinker

 

Premiere

Normalerweise läuft Vega hier im Viertel immer an der Leine, doch heute war es bereits gegen 9.00 Uhr dermaßen drückend, dass sie nach einer raltiv kurzen Parkrunde nur noch hinter mir hertrante….  von daher ließ ich sie gemächlich hinter mir herdappeln,  als wir auf unsere Straße einbogen, und schlenderte ebenfalls in aller Ruhe dahin.

Warum auch immer schrillten bei mir plötzlich die Alarmglocken…ich drehte mich zurück und tatsächlich war Vega stocksteif stehen geblieben, den starren Blick in eine Einfahrt gerichtet!

Obwohl ich nicht wusste, WAS oder wen sie da im Blick hatte, brüllte ich sofort „STOP!“, machte kehrt und packte sie schnell im Halsband.

Und was sah ich? Einen roten Kater, der ca. 5 m vor uns mitten auf der Einfahrt kauerte und Vega ebenfalls fixierte.

In dem Moment habe ich auch schon den Jackpot rausgekramt und Vega in den höchsten Tönen gelobt: in 10 Jahren war das nämlich das erste Mal, dass sie beim Anblick einer Katze nicht sofort losgesprintet ist!
freuhüpf

Wie du mir, so ich dir….

Da Simba heute nur eine Mini-Humpel-Runde laufen durfte, schnappte ich mir anschließend die Mädels, um mit ihnen in den Wald zu fahren. Gerade hatte ich Mortisha in den Kofferraum gesetzt und wollte für Vega die Tür zur Rücksitzbank öffnen, als diese laut grollend durchstartete und um das Auto rumschoss.
schreck
Mein erster Gedanke war: “ KATZE“ …und so brüllte ich sofort „Vega, NEIN!“

Doch statt eine der Nachbarskatzen zu verjagen, wurde gerade eine Nachbarshündin gescheucht, die – nachdem Vega auf meinen Brüll hin langsamer geworden war – mit angelegten Ohren und eingeklemmter Rute über das Grundstück meines Nachbarn zurückgetrottet kam, an mir vorbeihuschte und  sich kleinlaut zu ihrem Herrchen begab, das nun mit einem Nicken und Grinsen an mir vorbeiradelte….womit für mich das Thema auch erledigt war.

Flora läuft hier nämlich immer frei, trägt meist nicht einmal ein Halsband und startet gerne mal „Attacken“ auf angeleinte Hunde, was hier in der Nachbarschaft schon zu einigen recht lauten und unschönen Begegnungen geführt hat. Uns hatte es bislang nur einmal „erwischt“, als Vega mit gebrochenem Hinterlauf unterwegs war und Flora mit gefletschten Zähnen auf sie los ist… glücklicherweise aber noch rechtzeitig abgerufen werden konnte.

Nun hat Flor die ganze Sache mal aus der anderen Sicht erlebt…und siehe da: wenn der andere Hund sich zur Wehr setzen kann bzw. ihr selber mal so kommt, wie sie das sonst tut, dann ist sie ganz klein mit Hut.
zwinker

Jagdausflug und seine Folgen

An sich steht Simba mittlerweile recht gut im Gehorsam, selbst bei Wildsichtung.

Heute hätte er auch FAST gehört und blieb zumindest auf Zuruf stocksteif stehen. Als der davonflitzende Feldhase jedoch einen Haken schlug, war es mit Simbas Selbstbeherrschung vorbei und er raste hinterher.
schreck
Blöderweise rannte der Hase direkt auf ein überschwemmtest Wiesenstück zu, schlug erneut einen Haken und rannte wieder zurück….. direkt auf mich und die Mädels zu. Welch Glück, dass ich Mortisha zwischenzeitlich schon angeleint hatte!

Knappe 2 m vor mir also der nächste Haken und ab in ein hohes Feld… dicht gefolgt von Simba, der den Hasen aber sofort aus dem Blick verlor und noch eine Weile hektisch umherhüpfte, um sich dann endlich einsammeln zu lassen. Vollkommen fertig, aber ansonsten putzmunter, wie mir schien…

GegenAbend dann konnte er mit dem linken Vorderlauf kaum noch auftreten, der Trottel.
traurig
Da in der Pfote und im Gelenk nichts knirscht oder knackt und auch nichts geschwollen ist, tippe ich auf eine Verstauchung und werde mir das Spiel jetzt ein oder zwei Tage anschauen, bevor ich evtl. zum TA fahre und mal draufgucken lasse.

Hobbytrailer Rhein-Sieg

Jaaaaa…. nach langer Zeit endlich mal wieder was zum Thema Mantrailing.
zwinker
Leider hatte sich Ende letzten Jahres die Gruppe entzweit, die ich gut 5 Jahre zusammen mit meiner Mittrailerin der ersten Stunde, der lieben Anja, geführt hatte.

Im Laufe der Zeit sind Fluktuationen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu vermeiden. Bedauerlich ist so was vor allem, wenn sehr unterschiedlich „tickende“ Menschen zusammenkommen, die auf Dauer einfach nicht harmonisch miteinander arbeiten können. Da ich weiss Gott genug um die Ohren habe (Tierschutz, Beruf, eigene Familie und Hunde, Gesundheit), hatte ich mich – als es zur endgültigen Lagerbildung kam – „kampflos“ zurückgezogen und mich einfach nur gefreut, dass meine ältesten Mittrailer sich als loyal erwiesen und mich nicht auch noch enttäuschten.

Ein regelmäßiges Training war dann aber leider schon aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht möglich. So ging es Vega zeitweise ja sehr schlecht und außerdem müssen einige der anderen Mädels öfter mal sonntags arbeiten, so dass uns einfach ein paar Leute fehlten. Sprich: es gab eine „Zwangspause“, die mir ganz gut tat…. und in der ich nur so ganz nebenbei schaute, ob man sich nicht auf regelmäßiger Basis (ca. alle 2 Wochen) mit ein paar Leuten treffen könnte.

Der Anfang war mit dem Training Ende April gemacht und als mir der Zufall noch zwei weitere Anfänger brachte, machten wir für diesen Sonntag kurzentschlossen einen Termin aus und trafen uns in Hennef. Und was soll ich sagen? Das Trüppchen entpuppte sich als supernette, entspannte Runde, mit der das Training extrem viel Spaß gemacht hat… vor allem weil hier ganz unterschiedliche Hundetypen (und Menschen *zwinker*) zusammengekommen sind, für die man sich auch ganz unterschiedliche Trainingsansätze ausdenken musste.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir uns in Zukunft öfter treffen!

Ach ja… da wir in Hennef eine andere Trailgruppe getroffen haben, die zufälligerweise denselben Namen hat wie meine „alte“ Gruppe, habe ich uns kurzerhand umbenannt: wir sind nun die „Hobbytrailer Rhein-Sieg“!

hobbytrailer_logo

Mortisha, Lisa…. und der Hundehasser

Da – wie bei der „Klopperei“ am Montag zu sehen – Mortisha der primäre Unsicherheitsfaktor ist, ich mir aber von der kleine Kröte ungern vorschreiben lasse, welche Hunde mit uns zusammen laufen dürfen, hatten wir uns heute mit Lisa zum gemeinsamen Spaziergang verabredet.

Und was ist passiert?
NIX!

Die beiden Hündinnen haben sich nicht einmal kurz angewufft oder beschnuppert. Sie trotteten nur brav nebeneinander her…und hatten beide relativ wenig Spaß an der Sache, weil es in Strömen regnete.

Von daher hätte es ein recht unspektakulärer Spaziergang werden können, wenn es nicht zum Ende hin einen Vorfall gegeben hätte, der meinen Adrenalinspiegel wieder in Rekordhöhe hat schnellen lassen…

Wir waren schon wieder auf dem Rückweg, schlenderten parallel zur Autobahn auf einem breiten Weg entlang und näherten uns einer kleinen Unterführung. Mortisha trottete gemächlich ca. 2 m vor mir her und blieb mitten auf der „Kreuzung“ zweier Wege stehen, als von links ein orangefarbener Pritschenwagen der Stadt Sankt Augustin ankam, den wir wegen des prasselnden Regens und des Autobahnlärms nicht gehört hatten.

Obwohl der Fahrer die Kleine gesehen haben musste, hielt er ungebremst auf sie zu. Ohne drüber nachzudenken sprang ich ihm vor die Motorhaube und zwang ihn so zu einer Vollbremsung: der Wagen kam knappe 50 cm vor mir zum Stehen!

Ich packte Mortisha, zog sie in Sicherheit und fragte den Mann, der das Seitenfenster heruntergekurbelt hatte, aufgebracht, ob er spinne… habe er den Hund denn nicht gesehen? Doch statt erschrocken zu reagieren oder sich zu entschuldigen, wie das wohl jeder getan hätte, der einen Hund aufgrund der Witterungsbedingungen übersehen hätte, pampte mich der Typ nur an, der Hund habe auf der Straße nichts verloren und dürfe hier sowieso nicht unangeleint laufen.

Ähm…. hallo?

Selbst wenn ich meinen Hund dort ordnungswidrig im Freilauf gehabt hätte (was nicht der Fall war… ich kenne das Landeshundegesetz in der Beziehung recht gut), gibt das doch niemandem das Recht, einfach draufzuhalten! Zumal er wissentlich auch einen Personenschaden riskiert da, da ich als Hundehalterin ja sehr dicht dran war und es wohl normal ist, wenn man sein Tier zu retten versucht.
motz
Der Typ kann echt froh sein, dass ich ihn nicht aus dem Auto gezerrt und ihm die Tracht Prügel verpasst habe, die er verdient hätte!

Zuckerbrot und Peitsche

Nachdem ich erst vor ein paar Tagen von Kunden Blumen geschenkt bekommen hatte, MUSSTE ja ein Dämpfer folgen.
mund verziehen
Dabei fing alles ganz harmlos an….

Eine junge Frau (ca. Mitte zwanzig) kam an meine Info, grüßte und erzählte recht umständlich, dass sie für ihre Schüler ein Portfolio mit drei Büchern erstellen wolle… sie sei Lehrerin, nein Referendarin… und die Schule werde da wohl in Vorkasse treten… sie wisse aber nicht, wie das funktioniere.

Davon einmal abgesehen, dass sie keine konkrete Frage gestellt hatte, habe ich nicht die geringste Ahnung vom Schulbuchgeschäft, warf daher meiner neben mir stehenden Kollegin einen Blick zu… sah sofort, dass sie auch nicht schlauer war als ich…und antwortete mit einem Lachen: „Öhm, wir auch nicht!“

Das Gesicht der jungen Frau versteinerte, sie keifte „Na, DAS ist ja eine super Antwort!“ und stapfte davon… mein entschuldigendes Rufen ignorierend.

Sorry, aber wer hätte denn ahnen können, dass die Gute derart humorlos ist?

Da es nicht lohnt, sich über so etwas aufzuregen, hakten wir das Thema für uns ab, mussten aber schon ein bissel grinsen, als die Frau wenige Minuten später in männlicher Begleitung (mit sehr exquisitem Modegeschmack *hüstel*) die Buchhandlung verließ.

In diesem Moment hatte ich schon die nächste Kundin, für die ich dann auch etwas recherchieren durfte… und meine Kollegin widmete sich wieder dem Aufhängen ihrer Kalender. Wir wurden jedoch kurz darauf von einer aggressiven Männerstimme aus unserer Konzentration gerissen, die folgendes krakeelte: „Damit der Chef morgen weiss, wem er den Arsch aufzureissen hat!“

Verdattert blickte ich auf und erkannte den Referendarinnen-Begleiter, der sich schwungvoll seinen Strohhut auf den hochroten Kopf setzte, auf dem Absatz kehrtmachte und zornbebend das Geschäft verließ. Meine Kollegin stand nur mit einem ziemlich erstaunten Gesichtsausdruck da… und ich dürfte nicht minder überrascht ausgesehen haben.

Verwirrt fragte ich in die Runde: „Hat der sich jetzt unsere Namen notiert oder was war das?“

Die Antwort kam von der offensichtlich total schockierten Dame vor mir: „Nein, der hat Sie beide gerade fotografiert!“
schreck
Also ehrlich: Ich kann wirklich nur hoffen, dass diese gestörte Person nicht ebenfalls auf Lehramt studiert. Wenn DAS nämlich die Lehrer von morgen sind, können einem die Schüler wirklich nur leid tun…