Alte Hunde

Sofia leidet an seniler Bettflucht und mag seit einiger Zeit nicht mehr mit uns und den anderen Hunden im Bett schlafen. Da wir im Rest der Hauses jede Menge kuschlige Hundebetten verteilt haben, ist das an sich kein Problem… allerdings hatte sie sich ausgerechnet den langen Flur Richtung Bad ausgesucht, der im Winter mangels Heizung eiskalt wird. Also habe ich das Hundebett in das Durchgangszimmer zwischen ebendiesen Flur und unser Schlafzimmer geschleppt,  was Sofia problemlos angenommen hat. Sie genießt es auch, dass ich sie abends in eine leichte Fleece-Decke einpacke. 

So weit, so gut. 

Matilda ist zwar nicht ganz so alt wie das Sofichen, doch muss sie nachts oft noch mal zwischen 2:00 und 3:00 Uhr morgens raus, selbst wenn ich sie meist gegen Mitternacht noch mal in den Garten trage, damit sie sich vor der Nachtruhe ein letztes Mal lösen kann. Da Mati sich dafür Zeit lässt und ich eine Frostbeule bin, lasse ich die Terrassentür offen stehen und verkrümel mich wieder ins Bett. Sobald in der Küche das Licht dank eines Präsenzsensors wieder angeht, stehe ich auf, schließe die Tür und hole die Kleine im Wohnzimmer ab, wo sie zwischenzeitlich gelandet ist, um sich gut gelaunt im Hundebett vor dem Kamin rumzukugeln.

So weit, so gut. 

Gestern ist mir bei  „Einsammeln“ des Gremlins aufgefallen, dass Sofia nicht mehr in ihrem Hundebett neben dem Schlafzimmer lag, sondern sich in ein Bettchen im Arbeitszimmer verkrümelt hatte. Sie tut das manchmal, wenn Emilia sich nachts zu ihr legt…und ihr das zu eng wird.

 So weit, immer noch so gut. 

Morgens laufe ich immer den Garten ab und sammle abendliche / nächtliche Hundehaufen ein, um sie brav im Restmüll zu entsorgen. So auch heute. Doch was lag denn da im Garten? Eine hellgraue Fleece-Decke? Mitten auf der Wiese?

Verwundert lief ich hin, hob die Decke hoch…und entdeckte darunter ein formvollendetes Häufchen, schön vor dem leichten Regen geschützt!  

Offenbar war Sofia – von mir unbemerkt – nach Matilda in den Garten gewandert und hatte dabei ihre Decke wie ein Mäntelchen mitgenommen. Als sie sich dann hingehockt hat, ist ihr die Decke vom Rücken gerutscht und hat den Ort des Geschehens perfekt bedeckt. Das alles hat sie in Windeseile geschafft… sie muss nämlich schon wieder ins Haus gelaufen sein, BEVOR das Licht in der Küche ausgegangen ist! 

Mit Hundesenioren wird einem echt nie langweilig!    

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2 Gedanken zu „Alte Hunde

  1. Oh…das ist ja noch gar nicht so lange her bei euch.Das tut mir sehr leid! 🙁

    Aber man muss ja auch immer einen Spagat hinlegen, um den Bedürfnissen aller gerecht zu werden, vor allem wenn man auf Oldies Rücksicht nehmen muss und sie besonderer Pflege, Sorge und Ruhe bedürfen…und die Jüngeren noch nach Action, Spaß und Bewegung verlangen.

    Liebe Grüße, Grazi

  2. *gröööhl* … ich stelle mir das gerade bildlich vor … mein Lacher des Morgens !
    Ja, mit Senioren hat man es schon nicht leicht. Aber was tut man nicht alles für sie. ♥
    Seit November sind wir ja seniorenfrei und die 2 Verbliebenen noch ein gutes Stück davon entfernt. Ist auch mal ganz schön. Auch wenn die Senioren so was ganz eigenes Süßes an sich haben. 🙂

    LG Frauke

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