MITRAL- UND TRIKUSPIDALINSUFFIZIENZ |
Mitralklappe: die Klappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer Trikuspidalklappe: die Klappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer Trikuspidalinsuffizienz: dieser Herzklappenverschlussfehler ist meist bedingt durch andere Herzerkrankungen, die zu einer chronischen Rechtsherzüberlastung führen, wie z.B. eine Mitralklappeninsuffizienz oder eine dilatative Kardiomyopathie; da auch hier die Herzklappe nicht richtig schließt, kommt es ebenfalls zu einem Blutrückfluss - in diesem Fall jedoch fließt Blut in den rechten Vorhof zurück; Lunge und linkes Herz erhalten so zu wenig Blut und der Körper reagiert abermals mit den bereits oben geschilderten Kompensationsmechanismen, was schließlich zu einer Ausweitung und Vergrößerung des rechten Vorhofs führt; dies wiederum zieht einen Rückstau von Blutflüssigkeit in die Bauchhöhle nach sich: wir haben es nun mit einer Bauchwassersucht (Aszites) zu tun; |
Gerade bei alten Hunden gehen die ersten Symptome einer Herzerkrankung gerne in vermeintlich normalen Alterserscheinungen unter. Schwächelt ein Hund, beginnt er bei Belastung schneller zu atmen oder gar zu husten, könnten dies aber bereits die ersten Anzeichen sein. Weitere Alarmzeichen können eine allgemeine Lustlosigkeit sein, sowie Fressunlust, (nächtliches) Husten, ein dicker Bauch und im fortgeschrittenen Stadium sogar Atemnot (der Hund streckt den Kopf nach oben) mit bläulich verfärbter Zunge und Schleimhäuten, welche sogar zu kurzen Ohnmachten führen kann. Diagnostik: Bei Hunden ab einem Alter von 7 Jahren lasse ich grundsätzlich 1x jährlich einen allgemeinen Geriatrie-Check machen, d.h. sie werden ganz genau untersucht und gründlichst abgehört, um Lungen - und Herzgeräusche frühestmöglich zu entdecken. Je nach Risikogruppe empfiehlt sich auch ein EKG. Außerdem lasse ich über eine Blutuntersuchung alle Organwerte überprüfen. Bei sehr alten Hunden oder bei begründetem Verdacht sollte man aber am besten einen Kardiologen zu Rate ziehen, der über die entsprechenden Apparaturen (wie Doppler-Ultraschall) und Erfahrungswerte verfügt. Sollten zusätzlich zur Auskultation beim Ultraschall und/oder EKG Hinweise auf eine Stauungsprobleamtik auftreeten, wird der Spezialist den Hund anschließend noch röntgen. Je nach Zustand und Leistung des Herzmuskels müssen evtl. weitere herzwirksame Medikamente eingesetzt werden. |
weiterführende Infos: Auf der Website der Medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München kann man sich wirklich umfassend rund um das Thema Tierkardiologie informieren. |