{"id":8330,"date":"2016-09-14T17:00:55","date_gmt":"2016-09-14T17:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.demona.de\/blog\/?p=8330"},"modified":"2016-11-12T17:08:23","modified_gmt":"2016-11-12T17:08:23","slug":"verkorkster-start-in-den-tag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.demona.de\/blog\/?p=8330","title":{"rendered":"Verkorkster Start in den Tag"},"content":{"rendered":"<p>In ein paar Tagen kann ich vielleicht schon wieder dr\u00fcber lachen, aber heute morgen h\u00e4tte ich am liebsten nur noch auf die R\u00fcckspultaste gedr\u00fcckt und den Tag neu begonnen&#8230;.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorgeschichte:<\/span><br \/>\nMeine Eltern hatten mit einer Dame von der Betreuungsstelle des Landrates einen Termin vereinbart, um endlich eine Vorsorgevollmacht auf meinen Namen auszustellen. Sie sind schlie\u00dflich in einem Alter (und Gesundheitszustand), in dem man sich um so was k\u00fcmmern muss. Ich sollte also heute um 9.00 Uhr bei ihnen sein, um diese wichtige Angelegenheit zu regeln.<\/p>\n<p>Tja&#8230; hat leider nicht so geklappt wie geplant.<\/p>\n<p>Der Wecker klingelte um 5.15 Uhr.<\/p>\n<p>Medikamentenausgabe, Futterzubereitung, F\u00fctterung der Hunde, Dusche, in Hundeklamotten werfen und Spaziergang. Wir waren immer noch im Zeitplan.<\/p>\n<p>Da Mortisha derzeit verdammt schlecht l\u00e4uft, hatten wir den Jogger mit und mussten die Runde trotzdem recht kurz halten. Sprich: f\u00fcr Matilda reichte die Bewegung nicht. Mein Mann wollte also mit ihr zur\u00fccklaufen, ich sollte mit den beiden Oldies heimfahren, mich umziehen und dann zu meinen Eltern d\u00fcsen.<\/p>\n<p>G\u00f6rk ging also forschen Schrittes mit der Kleinen los, derweil ich in aller Seelenruhe den Hundejogger zusammenklappte und in den Wagen stopfte. Als ich jedoch den Wagen starten wollte, tat der genau NICHTS!<\/p>\n<p>Mein Handy? Nat\u00fcrlich zuhause gelassen&#8230;.<\/p>\n<p>Ich rannte los, in der Hoffnung, G\u00f6rk noch irgendwo zu entdecken und zur\u00fcckrufen zu k\u00f6nnen&#8230;. doch der war weit und breit nicht mehr zu sehen. Also zur\u00fcck zum Wagen. Der startete immer noch nicht. *knurr*<\/p>\n<p>Also ab ins n\u00e4chste Wohngebiet gelaufen, wo ich (um 7.45 Uhr) einen \u00e4lteren Herrn in einem Vorgarten entdeckte. Ihn gebeten, mal telefonieren zu d\u00fcrfen (dabei hoffend, dass man mich nicht f\u00fcr eine Trickbetr\u00fcgerin h\u00e4lt&#8230;. ).<\/p>\n<p>G\u00f6rks neue Handynummer hatte ich nat\u00fcrlich nicht im Kopf, aber ich h\u00e4tte ja eine Nachricht auf dem AB hinterlassen k\u00f6nnen, damit er bei seiner Heimkehr Bescheid w\u00fcsste. Nur&#8230; der AB sprang nicht an! ARGH!<\/p>\n<p>Also meine Eltern angerufen und sie gebeten, ihn zu informieren.<\/p>\n<p>Dann begann das Warten&#8230;. mittlerweile kam die Sonne raus und es wurde immer w\u00e4rmer. Wassernapf aufgef\u00fcllt (wir haben gl\u00fccklicherweise immer einen Kanister mit frischem Wasser dabei) und die R\u00fcckseite des Gel\u00e4ndewagens mit einem gro\u00dfen wei\u00dfen Bettbezug zugedeckt, damit der Wagen nicht so schnell aufheizt.<\/p>\n<p>Um 8:40 Uhr kam G\u00f6rk angebraust: Der hatte sich nat\u00fcrlich die gr\u00f6\u00dften Sorgen gemacht, als er den Gel\u00e4ndewagen nicht in der Einfahrt gesehen hatte und auch kein Hund im Haus auf ihn wartete. Meine Mutter hatte ihn nicht erreicht&#8230; Wie auch? Wir hatten schlie\u00dflich vergessen, ihr seine neue Handynummer mitzuteilen&#8230; .<\/p>\n<p>Nun gut: mein Hundeauto startete immer noch nicht. Kurzer Check der Sicherungen &amp; Co., Handbremse gel\u00f6st, Auto ruckte ein St\u00fcck vor &#8230; und sprang an! YIPPEE!<\/p>\n<p>G\u00f6rk rief mir nur zu, dass ich den Nissan nehmen sollte, um sofort zu meinen Eltern zu fahren (wie gesagt: wichtiger Termin) und fuhr an, um zu wenden. Ich rannte zum Nissan, stutzte, rannte zur\u00fcck: &#8222;Halt! Stopp! Ich habe die Autoschl\u00fcssel nicht bei!&#8220;<\/p>\n<p>Er bremste und schaltete den Motor aus, um mir seinen Schl\u00fcsselbund zu geben, an dem ALLES h\u00e4ngt. Er bekam meinen Mercedes-Schl\u00fcssel, steckte ihn ins Z\u00fcndschloss&#8230;. und es tat sich wieder NICHTS!<\/p>\n<p>Oh neiiiiiiiiin!<\/p>\n<p>Mittlerweile stand der Wagen aber nicht mehr am Wegesrand, sondern mitten unter einer Autobahnunterf\u00fchrung &#8230;.und versperrte den Weg f\u00fcr die Lkws, die zu der dahinterliegenden Gro\u00dfbaustelle mussten. Zur\u00fcck ging nicht mehr, weil wir den riesigen Gel\u00e4ndewagen h\u00e4tten bergauf schieben m\u00fcssen. Also zu zweit den G vorw\u00e4rtsgeschoben und direkt hinter der Unterf\u00fchrung abgestellt.<\/p>\n<p>Was nun? ADAC anrufen.<br \/>\nNat\u00fcrlich hatte keiner von uns beiden sein Portemonnaie mit der Mitgliedskarte und der Notrufnummer der Pannenstelle dabei.<\/p>\n<p>G\u00f6rks Smartphone sei Dank Nummer im Internet rausgesucht und angerufen. Miese Verbindung, die Dame konnte mich kaum verstehen.<\/p>\n<p>Dann das n\u00e4chste Problem: Wohin sollte sie den Pannendienst schicken? Wir standen mitten auf einem Feldweg. Also habe ich ihr gesagt, dass in Sichtweite ein gro\u00dfes Firmengel\u00e4nde zu sehen war&#8230;. sie sollte sich doch bitte deren Adresse raussuchen.<\/p>\n<p>In diesem Moment kam ein Baustellen-Lkw. Ich beendete also das Gespr\u00e4ch und ging wieder zum Wagen. Der Lkw kam nat\u00fcrlich nicht an uns vorbei, der Fahrer war aber total nett, zerbrach sich mit G\u00f6rk den Kopf, fand nach einem Blick unter die Motorhaube aber auch keine L\u00f6sung und half uns dann, den G noch weiter um die Ecke zu schieben, damit wenigstens der Baustellenbetrieb weiterlaufen konnte.<\/p>\n<p>Ich daraufhin die Hunde aus dem Wagen geholt und in das kleine Auto umgesetzt. Die Zeit dr\u00e4ngte schlie\u00dflich und ich konnte nicht (ca. 1 Stunde &#8211; wie angek\u00fcndigt) auf den Gelben Engel warten.<\/p>\n<p>Zuhause angekommen fiel mir ein, dass der Mechaniker unser Auto von der Stra\u00dfe bzw. vom Firmengel\u00e4nde ja nicht mehr sehen konnte, weil wir es ja den Berg runter und hinter die Autobahn geschoben hatten! Also noch mal beim ADAC angerufen, denen erkl\u00e4rt, wo mein Mann sich nun mit dem Wagen befand&#8230;und darum gebeten, ihn unbedingt rechtzeitig anzurufen, damit er an die Stra\u00dfe laufen und dem Pannendienst winken konnte.<\/p>\n<p>Daraufhin G\u00f6rk angerufen. MAILBOX!<\/p>\n<p>Portemonnaies und Handy eingepackt und wieder ins Auto geh\u00fcpft. Nat\u00fcrlich immer noch in dreckigen Hundeklamotten. Und ab zu G\u00f6rk, um ihn vorzuwarnen, dass er nicht erreichbar war&#8230;. (sein Handy spinnt n\u00e4mlich seit geraumer Zeit und er hatte schon ein neues bestellt, das ausgerechnet heute NACHMITTAG geliefert worden ist).<\/p>\n<p>Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck: just als ich in den Feldweg einbiegen wollte, kam der ADAC-Wagen dort raus und G\u00f6rk tuckerte hinterher! Gehupt, rechts ran, Geldb\u00f6rse \u00fcberreicht und kurz verst\u00e4ndigt: der Magnetschalter vom Anlasser ist wohl hin\u00fcber und macht, was er will.<\/p>\n<p>Das d\u00fcrfte teuer werden&#8230;.<\/p>\n<p>Nun gut: ich bin dann gestresst, staubig und total verschwitzt mit \u00fcber einer halben Stunde Versp\u00e4tung bei meinen Eltern eingetrudelt und habe jetzt so ziemlich keine Ahnung, welche Rechte und Pflichten ich dank der Vollmacht habe, in die mich meine Eltern haben eintragen lassen!<\/p>\n<p>So was nennt man dann Urlaub und Erholung. *r\u00e4usper*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ein paar Tagen kann ich vielleicht schon wieder dr\u00fcber lachen, aber heute morgen h\u00e4tte ich am liebsten nur noch auf die R\u00fcckspultaste gedr\u00fcckt und den Tag neu begonnen&#8230;. Vorgeschichte: Meine Eltern hatten mit einer Dame von der Betreuungsstelle des Landrates einen Termin vereinbart, um endlich eine Vorsorgevollmacht auf meinen Namen auszustellen. 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